
Es gibt wie so oft nicht nur eine mögliche Ursache für Mundgeruch, sondern sehr viele verschiedene. Doch in der überwiegenden Zahl der Fälle ist die Ursache im Mund oder Rachenraum zu finden.
Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Mundgeruch
Kranke Zähne, mangelhafte Zahnkronen oder Brücken, Zahnfleischentzündungen und Zungenbelag sind häufig die Ursache Nummer 1 bei Mundgeruch. Auch bei Erkältungen und Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder des Rachenraumes (eitrige Mandeln) entsteht Mundgeruch.
Es riecht nach Fäulnis. Bakterien im Mund- und Rachenraum zersetzen Speisereste, die in Zahnfleischtaschen, Zähnen und Zahnzwischenräumen hängen geblieben sind. Es entstehen bei diesem Prozess Schwefelverbindungen, die den typischen Mundgeruch erzeugen.
Bei dieser Ursache hilft meist schon der Gang zum Zahnarzt. Eine gute Zahngesundheit und Zahnreinigung sind oft die Lösung des Problems. Neben der täglichen, gründlichen Zahnreinigung ist auch eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt alle 3-6 Monate empfehlenswert.
Riecht die Atemluft auch bei geschlossenem Mund, also beim Ausatmen durch die Nase, schlecht, ist an eine Erkrankung anderer Art zu denken. Dabei können erfahrene Ärzte schon anhand des Geruchs eine erste Diagnose wagen.
So verursachen Lungenerkrankungen einen eiterartigen Geruch. Lebererkrankungen riechen manchmal erdartig oder nach Ammoniak. Für Magenleiden ist ein säuerlicher Geruch typisch, allerdings sind Magenkrankheiten nur in 0,1 Prozent der Fälle ursächlich für Mundgeruch. Diabetiker haben bei zu hohem Blutzuckerspiegel einen süßlichen, obstartigen Geruch, es kann aber auch nach Aceton (Nagellackentferner) riechen. Nierenkrankheiten können den Atem nach Urin oder Aceton riechen lassen.
In diesen Fällen wird der Mundgeruch mit zunehmender Heilung der Grunderkrankung verschwinden.
Auch Medikamente, die Einfluss auf die Speichelbildung haben und daher zu trockenem Mund führen, können Mundgeruch verursachen. Zu solchen Medikamenten gehören Appetitzügler, bestimmte Nervenmedikamente, Antidepressiva, Antipsychotika und auch Blutdrucksenker. Wenn nicht genug Speichel im Mund ist, können sich die Bakterien, die für üble Gerüche verantwortlich sind, sehr gut vermehren. Daher hilft es in diesen Fällen, viel und oft zu trinken (Wasser), Kaugummi zu kauen oder Bonbons zu lutschen.
Schließlich bleiben noch die Fälle, in denen die Ernährung den Mundgeruch verursacht. Zum Beispiel rohe Zwiebeln im Salat, Knoblauch und Kohl sind hier die bekannten Vertreter. Aber auch eiweißhaltige Nahrung kann morgens den Atem übler riechen lassen als rein vegetarische Kost. Ganz schlimm wird es durch Zigaretten-, Pfeifen- oder Zigarrengenuss oder zu viel Alkohol. Doch diese Geruchsbelästigungen halten sich nur 1-3 Tage nach dem Essen, es sei denn, Sie essen, trinken oder rauchen täglich die entsprechenden Nahrungs- und Genussmittel. Hier können Sie versuchen, die üblen Gerüche mit Kaugummi oder Lutschbonbons zu überdecken. Es handelt sich hier aber nicht um einen krankhaften Geruch. Stört Sie oder Ihre Mitmenschen dieser Mundgeruch, dann müssen Sie nichts weiter tun, als auf die Übeltäter zu verzichten.
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