
Topinambur schmeckt mild, leicht nussartig bis süßlich und erinnert in seiner Konsistenz an Artischockenböden oder Möhren. Sie bekommen die Knolle in Bioläden, auf Wochenmärkten oder in gut sortierten Supermärkten.
Topinambur: ein Wurzelgemüse mit vielen Wirkungen
Topinambur kann roh (zum Beispiel im Salat), in Salzwasser gekocht oder auch frittiert wie Kartoffeln gegessen werden. Aus Topinambur können Sie auch Saft zum Trinken herstellen, Schnaps oder süßen Sirup als Zuckeralternative.
Die Knolle verdient besondere Beachtung, weil sie sehr gesundheitsfördernd ist. Sie ist ballaststoffreich, dabei sehr kalorienarm und erzeugt ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. So kann sie Ihnen dabei helfen, leichter abzunehmen, denn Heißhungerattacken werden Sie nicht so schnell heimsuchen, nachdem Sie Topinambur gegessen haben.
Für diesen Effekt ist vor allem der Inhaltsstoff Inulin (nicht zu verwechseln mit Insulin) verantwortlich. Das ist ein langkettiges Kohlenhydrat, das im Magen-Darm-Trakt zunächst stark aufquillt und daher lange für das Sättigungsgefühl sorgt. Erst ziemlich spät kann es im Darm in kleinere Bestandteile zerlegt werden. Auf diese Weise lässt es, obwohl es ein Vielfachzucker ist, den Blutzuckerspiegel zunächst nur sehr wenig ansteigen und hält ihn dann sehr lange auf einem konstanten Niveau. Dadurch muss die Bauchspeicheldrüse nur sehr wenig Insulin produzieren und der Blutzuckerspiegel bleibt für längere Zeit ideal.
Das ist fürs Abnehmen sehr wichtig, denn so wird das Hunger- und Appetitgefühl für lange Zeit blockiert. Der Insulinspiegel sinkt deutlich (ein hoher Insulinspiegel verhindert das Abnehmen), die Blutfettwerte sinken und der Verdauungsprozess erfordert mehr Energie, als die Knolle selbst liefert.
Die prebiotischen Eigenschaften des Inulins stärken außerdem die Darmflora, fördern den Stuhlgang und stärken das Immunsystem. Außerdem hemmt der Stoff Inulin die Entstehung und das Wachstum von Krebszellen.
Wegen all dieser Eigenschaften des Inulins ist Topinambur besonders für Diabetiker interessant und sollte regelmäßig auf deren Speiseplan stehen.
Ansonsten hat Topinambur noch einen hohen Ballaststoff- und Eiweißgehalt. Es enthält sehr viel Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink und Kupfer und die Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C und E.
Sie können Topinambur entweder wie Kartoffeln zubereiten, also in Salzwasser kochen, in Öl frittieren oder als Gratin oder Brei zubereiten. Oder Sie genießen die Knolle roh wie Möhren in einem Salat entweder geraspelt oder in Streifen oder Scheiben geschnitten. Genauso wie Sie Möhrensaft aus Möhren pressen können, können Sie auch Topinambur-Saft gewinnen und als gesunden Gemüsesaft trinken. Eine weitere Verwendungsmöglichkeit des Topinamburs ist als Beilagengemüse, wie etwa die Schwarzwurzel oder Artischocke, entweder in Scheiben geschnitten gedünstet oder in Butter leicht gebraten. Ihrer Fantasie sind bei diesem Gemüse keine Grenzen gesetzt. Probieren Sie es einfach aus.
Beachten Sie jedoch, dass sich Topinambur wegen seiner dünnen Schale nicht lange lagern lässt. Darin unterscheidet es sich von Kartoffel und Möhre. Bereiten Sie das Gemüse daher am besten frisch zu oder lagern Sie es nur für wenige Tage nach dem Kauf im Kühlschrank.
Foto von Christian Jung, Quelle: www.fotolia.de

