
Die Avocado ist den meisten als äußerst fettreiche Frucht bekannt. Das stimmt auch. Sie gehört neben der Olive zur fettreichsten Frucht überhaupt und wird deshalb auch oft Butterfrucht genannt. Im Gegensatz zur Butter enthält die Avocado jedoch sehr gesunde pflanzliche Fette, mit deren Hilfe der Körper sämtliche anderen tollen Inhaltsstoffe dieser und anderer Früchte perfekt aufnehmen und umwandeln kann.
Avocado: Die Heilfrucht für Ihre Augen!
Zu den bedeutendsten anderen Inhaltsstoffen der Avocado zählen die großen Mengen an Vitaminen, besonders Vitamin A, Alpha-Carotin, Beta-Carotin, Biotin und Vitamin E.
Aus Alpha-Carotin und Beta-Carotin kann sich der Körper selbst Vitamin A herstellen, und zwar genau so viel, wie er gerade benötigt. Vitamin A ist wichtig für die Blutbildung, den Aufbau einer gesunden Haut, die Stärkung der Sehkraft und für gesunde Knochen und Zähne.
Daneben enthält die Avocado auch noch Lutein, Zeaxanthin und Lycopin. Diese Stoffe sind wie die Carotine Pflanzenfarbstoffe. Lutein und Zeaxanthin sind sehr wichtig für die Augen und den Sehvorgang. Lutein und Zeaxanthin kommen auch als Farbpigmente in der menschlichen Netzhaut vor. Lutein kann Augenkrankheiten auch im hohen Alter noch mindern oder sogar dabei helfen, die Entstehung zu verhindern.
Lycopin dagegen ist ein sogenannter Radikalfänger und unterstützt die Zellerneuerung und unser Immunsystem.
Wenn Sie also regelmäßig Avocados essen, tun Sie Ihrem Körper viel Gutes, aber ganz besonders Ihren Augen wird das zugutekommen.
Doch wie kaufen, lagern und bereiten Sie eine Avocado überhaupt richtig zu? In Deutschland gibt es meist die Sorten "Fuerte" und "Hass" zu kaufen. „Fuerte“ hat eine glatte und grüne Schale, der Geschmack ist mild. "Hass" hat eine dunkle bis schwarze und schrumpelige Schale, der Geschmack ist würziger und aromatischer. Während die Sorte "Hass" mit zunehmender Reifung immer dunkler und schließlich schwarz wird, bleibt die Sorte „Fuerte“ bei der Reifung grün. Schwarze oder dunkle Stellen auf einer "Fuerte"-Avocado deuten dann auf verdorbene Stellen hin. Eine schwarze "Hass"-Avocado hingegen ist einfach eine reife Frucht, die nicht verdorben ist.
Am besten sollten Sie im Geschäft harte und unreife Früchte kaufen. Auch in der Natur reifen die Avocado-Früchte nicht am Baum, sondern fallen unreif ab und reifen erst in den darauffolgenden Tagen am Boden. Je härter und unreifer also eine Avocado im Geschäft ist, desto frischer ist sie und somit können noch nicht so viel Lagerfehler beim Transport oder im Geschäft gemacht worden sein.
Zu Hause benötigen die Früchte dann je nach ursprünglichem Reifegrad 2 bis 10 Tage, um verzehrbereit reif zu werden. Sie wickeln die harte und unreife Avocado am besten mit einem Apfel zusammen in eine Papiertüte ein und lagern sie dann bei ganz normaler Zimmertemperatur. Auf keinen Fall in den Kühlschrank oder auf die Heizung legen. Beides verdirbt den Geschmack der Avocado, solange sie noch nicht reif ist.
Zum Verzehr bereit ist die Avocado dann, wenn die Schale auf leichten Fingerdruck hin nachgibt. Haben Sie die Frucht erst einmal aufgeschnitten, reift sie nicht mehr weiter nach.
Wenn Sie die Avocado schließlich verzehren möchten, schneiden Sie sie längs in zwei Hälften und drehen die Hälften gegeneinander. So löst sich eine Hälfte vom Kern. Sollten Sie nur eine Hälfte essen wollen, so bereiten Sie zuerst die ohne Kern zu und lassen den Kern in der anderen Hälfte stecken. Enzyme, die aus dem Kern austreten, verhindern, dass das Fruchtfleisch zu schnell schlecht wird. Decken Sie die Hälfte mit dem Kern sofort mit Folie luftdicht zu und bewahren Sie sie bis zum Verzehr im Kühlschrank auf. Dort wird nun der Reifeprozess unterbrochen, wodurch sich eine reife Avocado noch bis zu 3 Tagen halten kann.
Sie können das Fruchtfleisch mit einem kleinen Löffel aus der Schale lösen oder vorher mit einem Messer ein Rautenmuster in das Fruchtfleisch schneiden. Dann können Sie mit dem Löffel gleich kleine Würfel herauslösen. Avocadowürfel schmecken wie Gurken oder Tomaten sehr gut in einem Salat, aber auch pur, mit etwas Salz, Pfeffer und Zitronensaft gewürzt, ergänzen sie zum Beispiel das Abendbrot hervorragend.
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